Projekt Wohnen

4 PROJEKT WOHNEN Hübsch und praktisch Hängende Gärten in der Wohnung Wenn es draußen grau ist, machen wir es uns drinnen gern schön und grün: Zimmerpflanzen sehen nicht nur hübsch aus, sie verbessern auch das Raumklima, denn sie produzieren Sauerstoff, erhöhen die Luftfeuchtigkeit und können Schadstoffe aus der Luft filtern. Doch nicht jeder hat Platz für einen Ficus, so hoch wie ein Schrank. Bei bodentiefen Fenstern fehlen Fensterbänke für das Grün. Dann können hängende Pflanzen eine Lösung sein. Besonders geeignet seien diese in kleinen Wohnungen, weiß Igor Josifovic, Autor und Mitbegründer der Online-Community „Urban Jungle Bloggers“. Und laut „Blumenbüro Holland“ können Hängepflanzen nahezu überall für echtes Dschungel-Feeling sorgen; man kann sie auch als Raumteiler oder Sichtschutz verwenden. Die Halterung: kaufen oder selber machen In Designläden und Baumärkten findet man Gefäße, mit denen die Pflanzen von der Decke abgehängt werden können. „Im Internet sind auch jede Menge DIY-­ Anleitungen verfügbar, um aus Seil- oder Stoffresten Halterungen selbst zu basteln“, sagt Josifovic. In diese Halterungen können die Übertöpfe eingesetzt werden. Kleinere Hänge-Pflanzen können auf den Schrank oder ins Regal gestellt werden. Die Pflanzen müssen hell stehen, damit sie gesund wachsen. „Eine dunkle Ecke tut der Pflanze nicht gut“, weiß Igor Josifovic: „Sie braucht ausreichend Licht. Je besser die Lichtverhältnisse, desto mehr Wachstum.“ Unmittelbar am Fenster ist ideal – vorausgesetzt, es handelt sich nicht um ein Südfenster. Hier sollte ein Abstand von einem bis anderthalb Metern eingehalten werden. Sonst kann zu starke Sonneneinstrahlung die Pflanzen durch Sonnenbrand und Trockenheit schädigen. An einem Ost- oder Westfenster sind die Gegebenheiten ausgeglichen und somit optimal. Pflege für die hängenden Hingucker In Sachen Pflege sind die meisten Hängepflanzen anspruchslos. Die Faustformel von Igor Josifovic: ein Mal pro Woche gießen, ein Mal im Monat düngen. „In der Heiz-Periode trocknen die Pflanzen allerdings schneller aus“, rät der Experte. Staub auf den Blättern wird durch gelegentliches Abduschen in der Badewanne entfernt. Das regelmäßige Besprühen der Blätter mit Wasser „tut auch dem Wohnklima gut“, weiß Josifovic. Hängepflanzen für jede Wohnung Der Klassiker unter den hängenden Zimmerpflanzen sind Efeutute und Grünlilie. Sie verzeihen Pflegefehler ohne wesentliche Folgen und halten es auch mal alleine während eines Urlaubs aus. Der KletterPhilodendron ist ähnlich pflegeleicht. Wer eine zierlichere Pflanze bevorzugt, wählt die Leuchterblume, mit herzförmigen Blättern und einer lebendigen cremefarbenen Zeichnung. Wenig Aufwand braucht auch die Erbsenpflanze aus der pflegeleichten Gattung der Sukkulenten. Sie reiht kugelförmige Blätter wie an einer Perlenschnur auf, die viel Wasser speichern – deshalb eher sparsam gießen. Ähnlich genügsam sind die stachellosen Rhipsalis-Kakteen. Sie bevorzugen warme Standorte und vertragen keine Staunässe. Viel Luftfeuchtigkeit benötigt der Sicheldorn-Spargel. Er liebt helle, halbschattige Plätze und kann im Sommer ins Freie gestellt werden. Für das Badezimmer eignet sich das Louisiana-Moos aus der Familie der Tillandsien. Es bildet keine Wurzeln und benötigt weder Erde noch Blumentopf, so das „Blumenbüro Holland“. Wasser und Nährstoffe nimmt das Moos über Schuppen an den Blättern auf. Ihm reicht die feuchte Luft nach dem Duschen, es kann einfach an einem Nagel aufgehängt werden. Dorothée Waechter, dpa 1) Dschungelfeeling pur: Hängende Pflanzen können jede noch so triste Wohnung in einen Urwald verwandeln. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn 2) Efeututen gelten als Klassiker unter den hängenden Zimmerpflanzen. Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn 3) Optisches Highlight: Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, um Zimmerpflanzen aufzuhängen. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn 3 1 2

RkJQdWJsaXNoZXIy MTYzMjU=