PROJEKT WOHNEN 21 Unterschiede beim Trägermaterial Auf Hartschaumplatten kaschierte Bilder sind günstig und wiegen weniger als AluDibond, sind aber nicht so widerstandsfähig wie Prints hinter Acryl oder auf Alu-Dibond. Acrylglas wiegt deutlich mehr und benötigt eine solide Befestigung wie Wanddübel. Grob strukturierte Trägermaterialien wie Leinen oder Holz punkten mit sichtbarer Maserung. Optik und Haltbarkeit Lichtempfindliches Fotopapier bietet Vorteile hinsichtlich Haltbarkeit und Darstellung. „Schwarz-Weiß-Abzüge auf Barytpapier bringen dabei einen Hauch von analoger Fotografie mit sich, obwohl die Abzüge in der Regel laserbelichtet sind“, sagt Gerwers. Ob per Tintenstrahltechnik mit lichtbeständiger Pigmenttinte oder per Sublimationsverfahren, bei dem Farbtinte eingedampft wird, sei für den Laien kaum erkennbar. Einfache Laserdrucke eignen sich für große Abzüge jedoch nicht, da diese ein Druckraster aufweisen. Für eine gute Optik sei entscheidend, dass das Foto auf einem separaten Druckmedium entsteht, das anschließend auf den Träger wie Acryl oder Alu laminiert wird. „Günstige Anbieter drucken direkt auf den Träger, das sieht unter Umständen unsauber aus“, urteilt Gerwers. Reicht die Auflösung fürs Format? Damit Fotos klar auf dem Material erscheinen, muss die Auflösung stimmen. In der Regel berechnet das System des Anbieters beim Hochladen der Datei, ob die Auflösung für das gewünschte Format reicht. Per Algorithmen werden oft zusätzliche Bildinformationen ergänzt. Da moderne Kameras eine Auflösung von 20 Millionen Pixeln aufwärts liefern, reichen heute meist sogar JPG-Dateien für großformatige Wandbilder, am besten mit 300 dpi. Einstellung von Kamera und Smartphone Jan-Ole Schmidt rät, die Kamera auf die bestmögliche Auflösung einzustellen. Moderne Smartphones mit einer Auflösung ab 12 Megapixeln lassen Formate bis 120 mal 80 Zentimeter zu, reichen aber nicht an Profifotos heran. „Smartphones optimieren Fotos primär für die Darstellung am Monitor“, sagt Thomas Gerwers. Ohne Beleuchtung seien die Aufnahmen meist dunkler. dpa/tmn 3 1) Augenblick, verweile doch: Wird er fotografiert, ist das schon die halbe Miete – abgezogen auf Großformat bleibt die Erinnerung dann auch an der Wand sichtbar. Foto: adobestock 2) Schnappschuss für die Ewigkeit? Wer weiß, aber wer später einen großen Abzug von seinen Handyfotos haben will, achtet besser auf ein paar Einstellungen. Foto: Benjamin Nolte/dpa-tmn/dpa 3) Fotos machen sich auch gut auf quadratischen Leindwandkacheln. Foto: Benjamin Nolte/dpa-tmn/dpa 4) Kleine Katzengalerie gefällig? Wer die Lieblingsfotos nicht in den unendlichen Weiten einer Festplatte versenken will, kann sich die schönsten Motive als Wandschmuck gestalten. Foto: Sebastian Kahnert/dpa 4
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